Die Geschichte der AIPPI

Die Anfänge der AIPPI reichen in die Zeit der Unterzeichnung der Pariser Verandsübereinkunft zum Schutze des gewerblichen Eigentums im Jahre 1883 zurück. Auf Initiative führender Wissenschafter und Praktiker, insbesondere Dr. Albert Osterrieth (Deutschland), Eugène Pouillet und Georges Maillard (Frankreich) sowie Hofrat Dr. Wilhelm Exner (Österreich/Ungarn) fand am 8. Mai 1897 der Gründungsakt der AIPPI in Brüssel und im Oktober 1897 der erste Kongress in Wien und Budapest statt.

Zunächst jährlich, später im Wechsel mit sogenannten «Réunions» fanden Kongresse statt, bis 1914 der Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine Unterbrechung diktierte.

1925 lebte die Vereinigung wieder auf, wobei sich unter der Leitung des Zürcher Patentanwaltes Eugen Blum das Schwergewicht in die Schweiz verlagerte.

Durch den Zweiten Weltkrieg erlitt die Tätigkeit der AIPPI in den Jahren 1938 bis 1946 eine zweite Unterbrechung.

Seither hat sie sich kontinuierlich zu ihrer heutigen Struktur fortentwickelt. Die Schwergewichtsbildung in Westeuropa wurde dabei allmählich, zunächst durch den Beitritt der Industriestaaten aus Übersee, der Länder Osteuropas und in neuerer Zeit durch die aktive Mitarbeit einer wachsenden Zahl von Entwicklungsländern, durch eine bewusst angestrebte Universalität abgelöst.

In ihrer langen Geschichte hat die AIPPI durch mehr als 500 Entschließungen (Resolutionen) und Stellungnahmen zu Rechtsfragen und deren Vertretung vor nationalen Behörden und internationalen Gremien, insbesondere der Weltorganisation für geistiges Eigentum (OMPI/WIPO), die Fortentwicklung, Erweiterung und Harmonisierung des internationalen Rechts des Geistigen Eigentums wesentlich mitgestaltet.